Dieses Fahrzeug haben wir in Zusammenarbeit mit Robel Mobil vorgestellt.
Ein Alkovenmobil, das sich in der Mitte teilen lässt: Beim Robel K 700 HLB liegen Dusche und Waschraum einander gegenüber und zwei Türen machen daraus ein Raumbad, das den Schlafbereich im Alkoven vom Wohnbereich im Heck trennt. Gebaut ist der sieben Meter lange Aufbau auf einem Mercedes Sprinter mit Allradantrieb. Carsten Lührmann von Robel Mobil hat uns das Fahrzeug auf der CMT 2025 vorgestellt. Das gezeigte Fahrzeug kostete 295.000 Euro.
Robel Mobil ist ein Familienbetrieb aus Emsbüren im Emsland. Gegründet hat ihn 1994 der Tischlermeister Günter Robel zusammen mit seiner Frau Agnes, die das Unternehmen nach seinem Tod weitergeführt hat. Neben Reisemobilen baut Robel auch Sonderfahrzeuge und auf die CMT in Stuttgart kommt das Unternehmen seit 30 Jahren. Carsten Lührmann arbeitet bei Robel im Verkauf und ist selbst Kfz-Meister. Den Robel K 630 HLB auf MAN TGE hat er uns ein Jahr zuvor an gleicher Stelle gezeigt.
Der K 700 HLB auf der Messe gehört einem Kundenpaar. Die beiden sind erfahrene Reisemobilisten und müssen noch zwei, drei Jahre arbeiten. Im Ruhestand soll es mit dem Robel dann richtig weit weggehen. Entsprechend viele Sonderwünsche stecken in dem Fahrzeug, vom Wasserfilter bis zu den Möbeln. Für Robel ist das der Normalfall. Jede Kabine entsteht nach den Wünschen ihrer Käufer. Je weiter die Kunden reisen wollen, desto höher sind ihre Anforderungen an Technik und Sicherheit.
Ob der Sprinter Heck- oder Allradantrieb bekommt, entscheidet der Kunde ebenfalls selbst. Für Robel ist der Allradantrieb ein Ausstattungsmerkmal wie ein Radio oder eine Klimaanlage. Carsten sieht darin vor allem ein Plus an Sicherheit auf der Straße. Dazu kommt, dass man mit Allrad über einen Feldweg oder eine nasse Wiese deutlich weiter kommt. Das gezeigte Fahrzeug fährt mit 190 PS und Automatikgetriebe.
Bei sieben Metern Länge wiegt der K 700 HLB fahrbereit 4.490 Kilogramm und ist mit 5,5 Tonnen zugelassen. So bleibt knapp eine Tonne Zuladung, gerechnet mit vollen Tanks, zwei gefüllten Gasflaschen aus Stahl und einem Fahrer mit 75 Kilogramm. Für ein Reisemobil dieser Gewichtsklasse braucht man den Führerschein der Klasse C1.
Robel baut die Kabine auf das originale Allradfahrgestell von Mercedes. Den Anfang macht ein 52 Millimeter starker Boden, in dem ein Leiterrahmen aus Aluminium steckt. Darauf entstehen von vorn nach hinten Alkoven, Seitenwände, Heck und Dach. Alle Teile werden ineinandergesteckt und miteinander verbunden, so dass eine sehr stabile Kabine entsteht. Höhe und Breite der Kabine sind bei allen Robel-Modellen gleich. Unterschiedlich ist nur die Länge, die sich in Schritten von zehn Zentimetern wählen lässt.
Die Wände bestehen aus Sandwichplatten mit Deckschichten aus glasfaserverstärktem Kunststoff, kurz GFK. Robel kauft sie bei einem spezialisierten Hersteller fertig ein und schneidet die Öffnungen für Fenster, Luken und den Abgaskamin selbst von Hand aus. Daraus ergibt sich viel Freiheit für den Kunden. Wer ein Fenster etwas größer, kleiner oder weiter vorn haben möchte, bekommt es genau dort. Oft geht es dabei um das Küchenfenster und die Frage, ob es mittig sitzen soll oder seitlich, damit daneben noch Platz bleibt.
Als heikle Stelle gilt bei Alkovenmobilen oft der Übergang vom Fahrerhaus zur Kabine. Expeditionsmobile mit beweglich gelagerter Kabine brauchen dort keine feste Verbindung. Beim Robel sitzt die Kabine dagegen fest auf dem Fahrgestell und der Alkoven ragt über das Fahrerhaus. Deshalb verbindet Robel den Alkoven und die dicken, ausgeschäumten Formteile an den B-Säulen von innen fest mit der Kabine. So entsteht eine selbsttragende Kabine. Dass diese Bauweise auf Dauer hält, weiß Robel aus drei Jahrzehnten Erfahrung.
Das Dach lässt sich überall begehen, ausgenommen sind nur die Solarmodule. Beim Fahrwerk bleibt es bei der Technik von Mercedes. Mercedes bietet den Sprinter allerdings mit unterschiedlich kräftigen Stabilisatoren an. Sie verbinden die Räder einer Achse miteinander und sorgen dafür, dass sich ein hoher, schwerer Aufbau in Kurven weniger zur Seite neigt. Robel bestellt die Stufe, die zum Gewicht der Kabine passt. Als einzige Änderung am Fahrwerk bietet Robel eine Luftfederung an der Hinterachse an. Sie wird eingebaut, solange das Fahrgestell noch nackt in der Halle steht, und gleich in die Fahrzeugpapiere eingetragen. Carsten würde sie jedem empfehlen. Bei den Stoßdämpfern rät er dagegen, das Fahrzeug erst einmal selbst zu fahren und nicht gleich alles zu ändern, was im Internet empfohlen wird.
Weil das Paar weit reisen möchte, haben die beiden bei der Sicherheit ins obere Regal gegriffen. Die Fenster und die Dachluken kommen von Hühnerkopf. Robel verbaut Fenster verschiedener Hersteller, zum Beispiel auch von Outbound oder Dometic, und die Wahl hängt davon ab, worauf ein Kunde Wert legt. Wer vor allem Sicherheit möchte, nimmt nach Carstens Angabe die Fenster von Hühnerkopf. Wer große Glasflächen und viel Aussicht möchte, nimmt die Fenster von Outbound. Gegenüber Kunststofffenstern, wie sie zum Beispiel Dometic anbietet, sind die Hühnerkopf-Fenster deutlich teurer.
Zur Sicherheit gehören auch Zusatzschlösser von ABUS an den Klappen und an der Aufbautür. Für alle Schlösser gibt es einen einzigen Schlüssel. Er passt auch an der Tür zwischen Fahrerhaus und Wohnraum, die ebenfalls ein ABUS-Schloss bekommen hat. So braucht man keinen dicken Schlüsselbund. Carsten vergleicht ihn scherzhaft mit der rasselnden Kette eines Kellergeists.
Die Aufbautür auf der Beifahrerseite stammt von Tegos und ist das einzige Teil der Außenhaut ohne GFK. Sie hat eine Zuziehhilfe, die die Tür auf den letzten Zentimetern von selbst schließt, und eine Öffnungsunterstützung. Wer mit vollen Einkaufstaschen ankommt, bekommt die Tür so leicht auf, ohne die Taschen abzustellen.
Hinter der Tür führen drei Stufen hinauf in den Wohnraum. Die unterste liegt in einer Einstiegsschale, die tiefer sitzt als der gedämmte Boden der Kabine. Da an dieser Stelle Kälte von unten in den Einstieg ziehen könnte, dämmt Robel die Schale eigens, damit dort keine Kältebrücke entsteht. Rund um die beiden oberen Stufen sind Staufächer eingebaut, in denen zum Beispiel die Schuhe Platz finden.
Hinter den Stufen beginnt der Zwischenboden. Dort liegen der Frischwasser- und der Abwassertank, die Robel wegen der Wintertauglichkeit nicht außen unter das Fahrgestell gehängt, sondern in den Aufbau geholt hat. Erreichbar sind sie über zwei kleine Klappen im Fußboden gleich neben dem Einstieg. Weiter vorn sitzt im Zwischenboden die Batterie. Weil der K 700 HLB auf dem langen Radstand steht, bleibt dort zusätzlich ein großes Staufach, das man von außen erreicht.
Auf der Fahrerseite sitzt hinter einer eigenen Klappe die Wasserfilteranlage von WM aquatec. Das Wasser läuft dort durch einen Aktivkohlefilter und wird danach mit UV-C-Licht entkeimt. Carsten schätzt an dem System, dass es sich leicht warten lässt und lange hält. Gleich daneben liegt der Gaskasten.

Im Heck liegt die Garage. Sie reicht über die ganze Breite des Fahrzeugs und hat auf beiden Seiten eine Klappe. So kommt man von links wie von rechts an das Gepäck und kann lange Dinge einmal quer durchladen. Die Klappe auf der Beifahrerseite ist 81 Zentimeter hoch und 88 Zentimeter breit. Auf dieser Seite hängt in der Garage auch die Außendusche, die Robel als Option anbietet. Die Kunden sollen selbst entscheiden, was sie brauchen. Ein Luftausströmer der Heizung hält die Garage warm. Wählt ein Kunde das Fahrzeug etwas länger, etwa mit 7,20 Metern, kann Robel das Heck absenken. Dann wird die Garage so hoch, dass auch ein Fahrrad gut hineinpasst.
Die Klappen selbst kauft Robel als Rahmen zu. Das Stück, das beim Ausschneiden aus der Wand herauskommt, setzt Robel in den Rahmen wieder ein. So besteht die Klappe aus demselben Sandwich wie die Wand und ist genauso gut gedämmt wie der Rest des Aufbaus.
Für schwere Lasten lässt sich am Heck ein Träger an das Fahrgestell montieren. Carsten zufolge kann man darauf einen Motorroller oder ein kleines Motorrad mitnehmen. Für Fahrräder oder ein Reserverad gibt es zusätzlich ein Schienensystem an der Heckwand. Weil das Gewicht dort allein von der Wand getragen wird, gehört alles Schwerere an den Träger am Fahrgestell.
Das Herz der Robel-Alkovenmobile ist die Rundsitzgruppe im Heck. Auch beim K 700 HLB zieht sie sich in U-Form um den Tisch und Fenster an drei Seiten machen den Platz hell. Carsten erklärt, warum fast alle Robel-Kunden diesen Grundriss wählen: Ein festes Längsbett im Heck fährt den ganzen Tag ungenutzt spazieren und macht das Fahrzeug länger. In der Rundsitzgruppe dagegen kann man sich auch bei schlechtem Wetter gemütlich hinlümmeln und nach draußen schauen. Senkt man den Tisch ab, entsteht hier ein weiteres Bett.
Die Sitzgruppe ist zugleich der Platz für die Mitfahrer. Zwei Plätze haben Sicherheitsgurte, so dass im K 700 HLB vier Personen reisen dürfen. Vorn sitzen Fahrer und Beifahrer, die beiden Mitfahrer reisen ganz hinten im Heck. Fernsehen kann man über einen Smart-TV und eine Internetantenne ersetzt die Satellitenanlage. Das Fernsehen über das Internet hat für Carsten einen großen Vorteil. Anders als eine Satellitenschüssel braucht der Mobilfunk keine freie Sicht zum Himmel. Deshalb klappt der Empfang auch unter einem Baum. Über die Streamingdienste steht zudem eine viel größere Auswahl an Filmen und Sendungen bereit als über die Fernsehsender allein.
Die Küche liegt auf der Fahrerseite zwischen Sitzgruppe und Bad. Gekocht wird auf einem Gaskochfeld und gekühlt mit einem Kompressorkühlschrank. Hinter einer Schranktür sitzen bei diesem Fahrzeug Schubladen statt der Drahtkörbe, die Robel sonst gern verbaut. Von außen sieht der Schrank aus wie ein ganz normaler Schrank.
Die Möbel baut Robel selbst aus gewichtsoptimierten Tischlerplatten, die stabil und dabei leicht genug für ein Reisemobil sind. Für das Furnier gibt es drei Holztöne und die Leisten an den Schränken sind aus Massivholz. Eins steht bei Robel dagegen fest: Der Nadelfilz, mit dem Decke und Wände bezogen sind, hat immer dieselbe Farbe. Das ist Robel, sagt Carsten. Manchmal tut es auch gut, nicht zu viel Auswahl zu haben. Bei den Polstern ist das anders. Im Büro liegen acht Musterbücher, aus denen man Stoff und Farbe frei wählt.
Den Boden bildet eine Holzplatte, auf der es sich angenehmer läuft als auf GFK. Darunter liegt der Leiterrahmen aus Aluminium, der die Platte auf ganzer Fläche stützt, so dass sie sich auch nach 20 Jahren nicht durchbiegt. Weil die Holzplatte direkt auf dem Leiterrahmen aufliegt, bleibt dazwischen kein Platz für die Leitungen einer wasserführenden Fußbodenheizung. Wer mit warmem Wasser heizen möchte, bekommt trotzdem eine Warmwasserheizung. Sie gibt die Wärme dann über Konvektoren ab, also kleine Heizkörper mit Lamellen, und nicht über den Boden. Die Stehhöhe liegt bei 1,97 Metern. Wem das zu wenig ist, dem senkt Robel den Laufboden um rund sechs Zentimeter ab, dann sind es 2,03 Meter.
Hinter der Küche folgt das Mittelbad, eine weitere Besonderheit des K 700 HLB. Es besteht aus zwei getrennten Räumen, die sich gegenüberliegen. Auf der Beifahrerseite liegt die Dusche, auf der Fahrerseite der Waschraum mit Toilette und Waschbecken. Dazwischen verläuft der Gang nach vorn zum Alkoven. Schließt man ihn mit zwei Türen nach vorn und nach hinten ab, werden Dusche, Gang und Waschraum zu einem großen Bad.
Die Duschkabine baut Robel selbst. Wände und Duschtasse bestehen aus hochwertigem, stabilem Kunststoff und die Tasse liegt vollflächig auf dem Fußboden auf. Deshalb gibt sie auch beim Duschen nirgends nach. Carsten ist 1,80 Meter groß und hat in der Dusche noch rund zehn Zentimeter Luft über dem Kopf.

Die Wände im Waschraum tragen eine HPL-Beschichtung, also dieselbe harte Oberfläche wie die Arbeitsplatte in der Küche. Ihr Dekor in Betonoptik ist sehr pflegeleicht und lässt sich gut abwaschen. Auch mit 1,90 Metern Körpergröße hat man auf der Toilette noch Platz für die Beine und kann die Tür schließen.
Die Trenntoilette ist eine Eigenkonstruktion von Robel. Ihr Korpus besteht aus GFK und die Brille ist eine, wie man sie aus dem Bad zu Hause kennt. So sieht die Toilette aus wie eine richtige Toilette und nicht wie ein Teil aus dem Campingzubehör. Trenntoiletten und andere Alternativen sind bei Robel inzwischen stark gefragt. Nach wie vor gibt es aber Kunden, die bei der gewohnten Kassettentoilette bleiben möchten. Für sie gehört die Kassettentoilette weiterhin zur Serienausstattung. Als weitere Option steht die Clesana bereit, die den Inhalt in Folienbeutel verschweißt.
Zum Raumbad wird das Mittelbad durch die Tür des Waschraums. Man schwenkt sie ganz auf, um 180 Grad, bis sie den Gang zum Heck hin verschließt. Dort rastet sie gegenüber am Rahmen der Dusche ein. Damit das genauso sicher klappt wie im eigenen Türrahmen, hat die Robel-Tischlerei eigens eine klappbare Rahmenverbreiterung konstruiert. Nach vorn zum Alkoven schließt eine leicht laufende Schiebetür den Gang ab.
So ist der Alkoven vom Wohnbereich getrennt. Geht einer früher schlafen, kann der andere im Heck noch lesen oder fernsehen. Ganz bis zur Decke reichen die Türen nicht, weil oben ein Abstand zum Dachlüfter bleiben muss. Ruhig ist es trotzdem.

Geschlafen wird vorn im Alkoven auf zwei Einzelbetten mit je 2,00 x 0,80 Metern. Hinauf führt eine Klapptreppe mit breiten Stufen, auf denen man auch ohne Hausschuhe gut steht. Hinter der Treppe liegt der Kleiderschrank. Robel hat die Treppe deshalb auf die Schranktür gesetzt. Gegenüber liegt ein Wäscheschrank, unter dem die Heizung sitzt. Handtücher und T-Shirts kommen im Winter deshalb schon vorgewärmt aus dem Schrank.
Ein besonderer Trick steckt unter den Matratzen. Mit einem Schieberegler am Bett leitet man warme Luft der Heizung in den Alkoven und die Wärme strömt aus mehreren Düsen unter den Matratzen. So ist das Bett an kalten Abenden schon schön warm, wenn man sich hinlegt. Die Lattenroste sind außerdem zur Seite hin belüftet. So kann die Feuchtigkeit, die jeder Körper nachts abgibt, abtrocknen und unter den Matratzen bildet sich kein Schimmel.

Am Bett sitzt ein Schalter, mit dem man nachts die komplette Außenbeleuchtung einschalten kann, falls draußen etwas nicht stimmt. Über den Betten sorgt ein Dachlüfter von Maxxfan für frische Luft. Wer eine Klimaanlage möchte, bekommt sie bei Robel meist als Gerät im Staukasten. Mit 3,45 Metern ist das Fahrzeug schon recht hoch und ein Dachgerät würde es noch höher machen und zusätzlich 30 bis 40 Kilogramm aufs Dach bringen.
Ins Fahrerhaus geht es durch eine Tür zwischen den beiden Betten. Klappt man das Mittelteil zwischen den Betten hoch, geht man aufrecht hindurch. Im Fahrerhaus hat Robel nur einen Monitor für die Rückfahrkamera dort angebracht, wo sonst der Innenspiegel sitzt. Alles andere bleibt im Originalzustand. Die kleine Stufe davor ist zugleich ein Staufach, in dem bei Carsten auf der Messe der Proviant für die Heimfahrt lag.
Für lange Reisen ohne Campingplatz zählen drei Vorräte: Wasser, Gas und Strom. Der K 700 HLB hat 200 Liter Frischwasser an Bord und der Abwassertank fasst 125 Liter. Die Trenntoilette braucht kein Spülwasser, so dass der ganze Vorrat für Küche und Dusche bleibt. Über eine Revisionsöffnung lässt sich der Frischwassertank bequem reinigen. Für die Pflege des Wassers empfiehlt Carsten, was er selbst macht: Silberionen von WM aquatec im Tank, einmal im Jahr eine Desinfektion des Systems und beim Befüllen einen Vorfilter.
Im Gaskasten ist Platz für zwei Gasflaschen mit 11 Kilogramm. Gebraucht wird das Gas in diesem Fahrzeug nur zum Kochen. Die Heizung läuft mit Diesel und der Kühlschrank mit Strom. So reicht eine Flasche sehr lange.
Die Elektrik stammt von Votronic. Ein Sinus-Wechselrichter mit 1.700 Watt versorgt die Geräte an Bord mit 230 Volt. Gespeist wird er aus einer Lithiumbatterie von Super B mit 210 Amperestunden. Im Zwischenboden ist Platz für eine zweite und dritte Batterie. Auf dem Dach liefern vier Solarmodule mit je 120 Watt zusammen 480 Watt. Im Winter steht die Sonne tief und flach liegende Module bekommen nur wenig Licht ab. Für diese Zeit gibt es außen eine Einspeisedose mit eigenem Laderegler. Dort schließt man ein Faltpanel an und stellt es schräg zur Sonne auf. Das hilft auch, wenn Schnee auf den Dachmodulen liegt. Den Ladebooster wählt Robel passend zur Batteriegröße. Wechselrichter, Ladegerät und Sicherungen sitzen in einem 46 Zentimeter tiefen Fach unter einem Schrankboden, den man herausnehmen kann.
Geheizt wird mit einer Truma Combi 6 DE, einer Diesel-Luftheizung mit zusätzlichem Elektroheizstab. Robel hat sie gewählt, weil sie sich auch auf Rüttelpisten als sehr robust und haltbar erwiesen hat. Die warme Luft verteilt sich über Ausströmer im ganzen Fahrzeug, bis in die Heckgarage und unter die Betten im Alkoven.
In der Ausstattung, mit der er auf der CMT 2025 stand, kostete der Robel K 700 HLB 295.000 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Der Robel K 630 HLB auf MAN TGE lag ein Jahr zuvor bei rund 180.000 Euro. Den Preisunterschied erklärt Carsten zuerst mit dem Fahrgestell. Der Sprinter mit Allradantrieb, Automatik und 190 PS ist teurer und zudem hatte Mercedes die Preise gegenüber dem Vorjahr angehoben. Dazu kommen beim K 700 HLB die Fenster von Hühnerkopf, die volle Solaranlage, die Wasserfilteranlage, viele Sonderwünsche im Möbelbau und die Kabine, die in der Farbe des Fahrerhauses lackiert ist. Eine so große Fläche zu lackieren ist aufwendig. Der TGE war dagegen als Prototyp mit weniger Ausstattung auf die Messe gekommen, damit der spätere Käufer selbst entscheiden konnte, was er zusätzlich haben möchte.
Robel hat den Preis so kalkuliert, dass er auch bei der Auslieferung noch gilt. Auf der CMT 2025 lag die Lieferzeit bei gut zwei Jahren. Wer an diesem Tag ein solches Fahrzeug bestellt hätte, hätte es 2027 zu diesem Preis bekommen.
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