Dieses Fahrzeug haben wir in Zusammenarbeit mit CROSSCAMP vorgestellt.
Der CROSSCAMP EXPDN Van 7.0 EL ist ein Teilintegrierter, der mit 2,20 Metern so schmal ist wie ein Kastenwagen. GFK-Aufbau samt Unterboden, Dieselheizung und Rahmenfenster sind Serie. Vertriebsleiter Pascal Schmutz hat uns das Fahrzeug auf dem Caravan Salon 2026 vorgestellt. Der Grundpreis liegt bei 61.999 Euro. Das gezeigte Fahrzeug kostet laut Preisschild 73.160 Euro.
Wer ein Reisemobil sucht, das auf schmalen Landstraßen und in engen Ortsdurchfahrten nicht mehr Platz braucht als ein Transporter, landet meist bei einem Kastenwagen. CROSSCAMP zeigt mit dem EXPDN Van, dass es auch anders geht. Die junge Marke aus dem Allgäu gehört zu Dethleffs und baut seit dem vergangenen Jahr Teilintegrierte, zunächst mit 2,33 Metern Außenbreite. Zum Modelljahr 2027 ist der EXPDN Van dazugekommen, der mit 2,20 Metern genau die Breite eines Kastenwagens hat. Gebaut wird er im Werk von Dethleffs. Der Name EXPDN ist die Kurzform von Expedition.
Den Unterschied zum ausgebauten Transporter machen die Wände. Der Aufbau des EXPDN Van hat gerade Wände und das bringt nach Pascals Worten spürbar mehr Platz in den Dachschränken, im Bad und in den Betten. Preislich liegt der EXPDN Van dabei nah an einem Kastenwagen.
Mit 6,98 Metern Länge ist der EXPDN Van 7.0 EL das größte Modell der neuen Baureihe. Die Höhe liegt bei 2,73 Metern und innen beträgt die Stehhöhe 1,90 Meter. Von der Tür bis zum Aufstieg zu den Heckbetten gibt es im Wohnraum nur eine einzige Stufe. Das kommt älteren Reisenden entgegen und auch ein Hund findet auf dem ebenen Boden leicht einen Platz, an dem er sich in Ruhe hinlegen kann.
Dach, Seitenwände und Heck sind aus GFK und der EXPDN Van hat sogar einen Unterboden mit GFK-Verkleidung. Das macht den Aufbau widerstandsfähig gegen Hagel von oben und gegen Steinschlag von unten. Auch Streusalz, das in der Übergangszeit an den Unterboden spritzt, kann dem GFK wenig anhaben. Bleibt man doch einmal irgendwo hängen, lässt sich die Stelle spachteln und überlackieren.
Schon von Weitem fällt der EXPDN Van durch seine Farbe auf. Das Fahrerhaus ist ab Werk in Grau lackiert und der Aufbau besteht aus grau eingefärbtem GFK mit glänzender Oberfläche, das nicht foliert ist. Nach hinten wird das Grau dunkler und schwarze Applikationen setzen Akzente, bis hin zum schwarzen Heckleuchtenträger. Dazu passen die abgedunkelten Rahmenfenster, die CROSSCAMP serienmäßig einbaut. Gegenüber vorgehängten Fenstern haben sie einen praktischen Vorteil: Bei höherem Tempo bleiben sie leise und pfeifen nicht.
Isoliert wird mit EPS. Nach Herstellerangaben ist der Boden 38 Millimeter stark, die Seitenwände 34 und das Dach 35 Millimeter. Der Frischwassertank mit 115 Litern liegt serienmäßig in einem isolierten und beheizten Bereich. Für den 90 Liter großen Abwassertank gibt es eine Isolierung für 199 Euro. Pascal rät, sie in jedem Fall mitzubestellen, auch wenn man gar nicht im Winter campen möchte. Nachrüsten lässt sie sich kaum und beim späteren Verkauf ist sie viel wert. Dass der EXPDN Van wintertauglich ist, hat Pascal selbst erlebt: Mit einem ähnlichen Fahrzeug war er bei rund minus 20 Grad in Davos unterwegs.
Geheizt wird serienmäßig mit einer Truma Combi D 4. Die Dieselheizung leistet bis zu 4.000 Watt und hat einen Boiler mit 10 Litern. Laut Truma passt ein Drucksensor die Verbrennungsluft automatisch an, so dass die Heizung auch in großer Höhe zuverlässig arbeitet. Für 619 Euro Aufpreis gibt es die stärkere Variante mit 6.000 Watt. Diese Variante bringt einen Elektroheizstab mit 1,8 Kilowatt und ein digitales Bedienteil mit. Auf Campingplätzen mit Stromanschluss lässt sich dann auch elektrisch heizen, zum Beispiel über Nacht.
Der EXPDN Van steht auf einem Peugeot Boxer mit Tiefrahmen. Serienmäßig hat er einen 2,2-Liter-Diesel mit 103 kW / 140 PS und ein Sechsgang-Schaltgetriebe. Wer lieber automatisch schaltet, bekommt den gleichen Motor für 3.399 Euro Aufpreis mit Achtgang-Automatik. Die stärkere Version mit 132 kW / 180 PS und Automatik kostet 6.499 Euro mehr. Ebenfalls Serie sind ein 90 Liter großer Dieseltank und die Assistenzsysteme, die die EU-Verordnung GSR 2 vorschreibt. Dazu gehören auch Radio und Rückfahrkamera. Auf den Felgen sitzen M+S-Campingreifen mit Schneeflockensymbol, mit denen man auch in den Winterurlaub starten kann, ohne vorher die Reifen zu wechseln.
Für das Fahrgestell bietet CROSSCAMP nur wenige Pakete an, damit die Auswahl übersichtlich bleibt. Das Design Chassis-Kit für 1.399 Euro enthält unter anderem 16-Zoll-Alufelgen, ein Lederlenkrad und einen lackierten Stoßfänger. Wer zusätzlich einen Abstandstempomaten möchte, wählt das Design Chassis-Kit ACC für 1.999 Euro.
Die Aufbautür ist 70 Zentimeter breit und hat jetzt auch ein Fenster. Den Wunsch danach hatte CROSSCAMP in vielen Kommentaren unter Videos gelesen. Innen an der Tür hängt eine Stofftasche mit zwei Einschüben, in die zum Beispiel Schuhe passen. Dahinter beginnt die Face-to-Face-Sitzgruppe, an der zusammen mit den gedrehten Fahrerhaussitzen fünf Personen bequem Platz finden. Der Tisch lässt sich ausklappen und verschieben.
Gedacht ist der EXPDN Van vor allem für Paare, die zu zweit reisen. Neben Fahrer und Beifahrer können aber zwei weitere Personen angeschnallt in der Sitzgruppe mitfahren. Auf der Bank in Fahrtrichtung nimmt man dafür die Polster ab und klappt einen Sitz aus der Sitztruhe hoch. Auf der gegenüberliegenden Bank steckt man Sitz und Rückenlehne auf und fährt entgegen der Fahrtrichtung. Zugelassen ist der EXPDN Van damit für vier Personen.
Für 559 Euro gibt es einen absenkbaren Tischfuß, mit dem sich die Sitzgruppe in ein Bett von 2,10 mal 1,10 Metern verwandelt. Dort schläft zur Not ein Erwachsener oder ein Erwachsener mit einem kleinen Kind.
Vorn in der T-Haube über dem Fahrerhaus sitzt ein großes Ausstellfenster mit Verdunklung und Fliegengitter, das viel Licht in den Wohnraum bringt. Abgedunkelt wird das Fahrerhaus serienmäßig mit einem Vorhang, der zugleich etwas isoliert. Im Base Kit für 799 Euro gibt es stattdessen Verdunklungsjalousien für das Fahrerhaus. Außerdem gehören eine Fliegengittertür, ein Duschrost und indirekte Beleuchtung über den Dachschränken, an der Küchenrückwand und an den Fensterverkleidungen dazu. Zusammen mit dem Holzdekor wirkt der Innenraum dadurch sehr wohnlich.
Vor den Fenstern sitzt eine Verkleidung aus Holz mit einer kleinen Kante, hinter der man etwas abstellen kann. Die Dachschränke schließen mit Soft Close und die Beschläge stammen von Häfele. Im Eingangsmodul neben der Tür sind schon die Hülsen für einen TV-Halter eingesetzt und Steckdose, 12-Volt- und Antennenanschluss gibt es direkt daneben. So lässt sich ein Fernseher auch später ohne großen Aufwand montieren. Bis dahin hängt dort dieselbe Stofftasche wie an der Tür.
Die Küche ist kompakt gehalten. Neben dem Spülbecken gibt es einen Zweiflammen-Gaskocher und an der Seite lässt sich eine kleine Arbeitsfläche hochklappen. Eingeklappt sitzt sie straff, so dass während der Fahrt nichts klappert. An der Wand läuft eine Schiene, an die sich Zubehör wie ein Geschirrtuchhaken oder ein Rollenhalter hängen lässt. Gas braucht der EXPDN Van nur zum Kochen. Die Flasche mit 2,75 Kilogramm sitzt deshalb in einem kleinen Fach auf der Fahrerseite, das von außen zugänglich ist. Nach der Fahrt dreht man sie dort ohne Umweg wieder auf. Gekühlt wird mit einem raumhohen Kompressorkühlschrank mit 131 Litern und 15 Litern Gefrierfach.
Weil der Kühlschrank mit Strom läuft, lohnt ein Blick auf die Batterie. Serie ist eine AGM-Batterie mit 95 Amperestunden. Für 1.199 Euro gibt es ab Werk stattdessen eine Lithiumbatterie mit 150 Amperestunden und einen 45-Ampere-Ladebooster. Die Lithiumbatterie ist dabei sechs Kilogramm leichter als die AGM-Batterie. Mit zwei Lithiumbatterien kostet die Option 2.999 Euro. Wechselrichter, Solaranlage und Klimaanlage baut der Händler nach Wunsch ein. Wer das Vorbereitungskit für 349 Euro wählt, hat unter anderem die Kabel für Solar und eine Sat-Anlage schon ab Werk im Fahrzeug. Die Werkstatt muss sie dann später nicht mehr verlegen, was beim Nachrüsten den größten Aufwand macht. Für eine Dachklimaanlage eignet sich die Dachhaube über der Sitzgruppe, die mit 40 mal 40 Zentimetern das passende Maß hat.
Das Bad ist ein Schwenkbad. Im Alltag sind Toilette und Waschbecken frei zugänglich. Zum Duschen entriegelt man die Wand mit dem Waschbecken und schwenkt sie nach vorn über die Toilette. Dahinter ist dann Platz zum Duschen und über dem Radkasten gibt es sogar eine kleine Sitzfläche. Ein Vorhang an der Tür sorgt dafür, dass Tür und Spiegel trocken bleiben.

Die Toilette ist eine Kassettentoilette. Wer lieber eine Trenntoilette oder eine Clesana möchte, die alles in Folienbeutel verschweißt, lässt sie beim Händler nachrüsten. Weil CROSSCAMP eine weit verbreitete Kassettentoilette einbaut, gibt es viele Nachrüstlösungen, die genau in deren Maße passen.
Im Heck liegen zwei hochgesetzte Längsbetten mit 2,02 mal 0,75 und 2,05 mal 0,80 Metern, auf die man über zwei Stufen steigt. Damit ist auch für große Menschen samt Kopfkissen genug Platz. Die 110 Millimeter starken Sieben-Zonen-Matratzen liegen auf Holzlattenrosten. Zwischen den Betten gibt es serienmäßig einen Auszug, der beide zu einer großen Liegefläche von 1,99 mal 1,70 Metern verbindet. Schläft ein Kind in der Mitte, hängt man oben am Dach einen Rausfallschutz ein, der das Bett zum Gang hin sichert. Für den Einstieg in die große Liegefläche gibt es eine Leiter, die man vorn einhängt.
Über den Betten hat CROSSCAMP statt offener Ablagen Halterungen für Textiltaschen vorgesehen, die es als Zubehör gibt. Jede Tasche trägt bis zu 8 Kilogramm. Man packt sie zu Hause mit Wäsche und T-Shirts, hängt sie im Wohnmobil ein und nimmt sie zum Herausholen einfach aufs Bett. Spannt man eine Leine zwischen die Haken, hat man zusätzlich eine Wäscheleine für nasse Handtücher. An den Betten gibt es außerdem offene Fächer und USB-C-Anschlüsse, damit sich nachts das Handy laden lässt.
Unter den Betten liegt die Heckgarage, die auf beiden Seiten eine Klappe hat. Die Öffnung misst auf der Beifahrerseite 95 mal 95 Zentimeter und auf der Fahrerseite 95 mal 75 Zentimeter. Zwei Fahrräder passen nebeneinander hinein und dahinter ist noch Platz für Stühle und Tisch. Weil der EXPDN Van mit 2,73 Metern recht flach baut und über der Garage noch das Bett Kopffreiheit braucht, nimmt man bei den Fahrrädern das Vorderrad ab. Alternativ gibt es für 429 Euro einen Heckträger für drei Fahrräder. Die Garage ist beheizt und beleuchtet, hat eine Steckdose und einen rutschfesten Boden. Links und rechts laufen Zurrschienen, in denen sich die Haken an jeder beliebigen Stelle einsetzen lassen.
Der CROSSCAMP EXPDN Van 7.0 EL startet bei 61.999 Euro. Darin stecken GFK-Aufbau mit GFK-Unterboden, Rahmenfenster, T-Haube mit großem Ausstellfenster, Dieselheizung, Kompressorkühlschrank, Bettauszug, Radio und Rückfahrkamera. So verbindet CROSSCAMP einen vergleichsweise günstigen Einstiegspreis mit einer umfangreichen Serienausstattung. Genau das beschreibt Pascal als Ziel der Marke: moderne Fahrzeuge zu Preisen, die sich mehr Menschen leisten können.
Das gezeigte Fahrzeug kostet laut Preisschild 73.160 Euro. Darin enthalten sind Sonderausstattungen für 10.171 Euro und 990 Euro für die Überführung. An Bord sind unter anderem die Achtgang-Automatik, die Lithiumbatterie mit 150 Amperestunden, die Polsterausstattung Canaima mit passenden Bezügen für die Fahrerhaussitze, der Bettumbau der Sitzgruppe, eine Markise und das Base Kit. Allein im Base Kit steckt Ausstattung, die einzeln 2.294 Euro kosten würde. Nach Pascals Einschätzung ist der EXPDN Van damit nahezu voll ausgestattet.
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