Dieses Fahrzeug haben wir in Zusammenarbeit mit Forster vorgestellt.
Der Forster Livin’ Up Pro FV 599 VBL ist ein knapp sechs Meter langer Van, in dem vier Personen reisen und im Heck auf zwei Etagen schlafen. Seine Isolierung stammt aus der teureren Vantasy-Baureihe. Kilian Schwartzkopff aus dem Vertrieb von Forster hat uns den Van auf der CMT 2026 vorgestellt. Der Grundpreis liegt bei 43.690 Euro. Das gezeigte Fahrzeug kostet mit Überführung 52.570 Euro.
Forster ist eine Marke der Eura Mobil GmbH und bietet mit dem Livin’ Up Pro eine günstigere Van-Baureihe unterhalb des Vantasy an. Als Basis dient der Citroën Jumper, der beim FV 599 VBL serienmäßig mit einem 2,2-Liter-Diesel und 88 kW / 120 PS kommt. Gegen Aufpreis gibt es 103 kW / 140 PS und so war auch das ausgestellte Fahrzeug motorisiert. Geschaltet wird von Hand über sechs Gänge.
Ab Werk ist der Van in Weiß lackiert. Das Grau des Messefahrzeugs heißt Lanzarote Grey und kostet 1.020 Euro extra. Das graue Dekor gehört dagegen bei allen Fahrzeugen zur Serie. Wer mehr elektronische Helfer möchte, bestellt das Driver-Assistance-Paket für 2.490 Euro. Das Paket bringt unter anderem einen Notbremsassistenten mit Fußgängererkennung, einen Spurhalteassistenten und eine Verkehrszeichenerkennung mit.
Das ausgestellte Fahrzeug hatte zusätzlich das Travel-Line-Paket für 1.990 Euro. Das Paket bündelt unter anderem eine Rückfahrkamera, eine elektrische Trittstufe an der Schiebetür, eine Lichtleiste für den Außenbereich, eine Fliegengittertür, eine größere Dachhaube, eine Tischerweiterung und Isofix-Befestigungen für Kindersitze. Gerade beim Rangieren mit einem sechs Meter langen Kastenwagen ist die Rückfahrkamera eine große Hilfe. Eine Markise lässt sich einzeln dazubestellen.
Mit der neuen Generation hat Forster die Isolierung aus dem teureren Vantasy auch in den Livin’ Up Pro übernommen. Der komplette Wohnraum ist gedämmt, an der stärksten Stelle mit 26 Millimetern. Gedämmt sind auch die Hecktüren, die Schiebetür und der Boden. Forster bezeichnet die Isolierung als geeignet für den Ganzjahreseinsatz.
Geheizt wird mit einer Truma Combi 4, die mit Gas arbeitet und bei allen Livin’ Up Pro Modellen serienmäßig eingebaut ist. Die Zahl im Namen steht für die Heizleistung von 4.000 Watt. Die Combi erwärmt gleichzeitig das Wasser in einem integrierten Boiler mit 10 Litern. Die Heizung hat ein eigenes Bedienteil im Wohnraum.
Auf der Fahrerseite sitzen außen der Abgaskamin der Heizung, die Steckdose für den Landstrom und der Einfüllstutzen für den Frischwassertank. Der Tank fasst 90 Liter und lässt sich für die Fahrt auf 20 Liter begrenzen, damit mehr Zuladung für Gepäck bleibt. Reicht die Zuladung, darf er auch voll gefüllt werden. Das Abwasser fängt ein Tank mit 90 Litern auf. Gegen Aufpreis gibt es einen isolierten und beheizten Abwassertank, der mit 75 Litern etwas kleiner ist.
Im Wohnraum beträgt die Stehhöhe 1,89 Meter. Hinter dem Fahrerhaus liegt auf der Fahrerseite eine Sitzbank mit zwei Gurten. Zusammen mit den drehbaren Fahrerhaussitzen und dem Tisch in der Mitte entsteht so eine Sitzgruppe für vier Personen. Auf denselben vier Plätzen sitzt man auch während der Fahrt. Mit der Tischerweiterung aus dem Travel-Line-Paket wird die Tischplatte größer, so dass man auch vom gedrehten Beifahrersitz aus bequem an den Tisch herankommt. Bei schönem Wetter lässt sich der Tisch außen am Fahrzeug einhängen, so dass man draußen essen kann.
Für die neue Generation hat Forster den Innenraum wohnlicher gestaltet. Die Fenster sind mit abgestepptem Kunstleder eingefasst und die Polster tragen Akzente in Mintgrün, die sich auf den Klappen der Oberschränke wiederholen. Der Bezugsstoff erinnert an Alcantara und ist entsprechend weich. Die Farben des Innenraums sind fest vorgegeben, ebenso der Bodenbelag.
Soll nachts eine fünfte Person mitschlafen, lässt sich die Sitzgruppe mit dem optionalen Zusatzbett für 530 Euro in eine Liegefläche verwandeln. Die Liegefläche ist nach Datenblatt 1,56 Meter lang und 0,86 Meter breit und damit als Schlafplatz für ein Kind gedacht. Neben der Sitzbank gibt es eine USB-Buchse, eine 230-Volt-Steckdose und einen Antennenanschluss für einen Fernseher. Weiteren Stauraum bieten die Fächer unter der Sitzbank und eine Ablage über dem Fahrerhaus.
Über das digitale Bordpanel schaltet man das Licht innen und außen, die Wasserpumpe und die Warmwasserbereitung. Alle Fenster haben ein Fliegengitter und eine Verdunkelung. Für das Fahrerhaus bringt das Travel-Line-Paket eine Verdunkelung mit, so dass auch von vorn weder Licht noch Blicke ins Fahrzeug fallen.
Die Aufbaubatterie bietet Forster ab Werk als Option an. Wer eine andere Größe möchte, die besser zum eigenen Reisestil passt, lässt sie vom Händler einbauen. Auch einen Wechselrichter bekommt man beim Händler.
Auf der Beifahrerseite ist im Einstieg an der Schiebetür ein Kompressorkühlschrank mit 84 Litern und Eisfach eingebaut. Seine Tür lässt sich nach beiden Seiten öffnen, so dass man ihn vom Wohnraum aus und bei offener Schiebetür auch von draußen erreicht. Dahinter folgt in Richtung Heck die Küchenzeile mit einem Zwei-Flammen-Gasherd und einer Spüle. Forster hat sie in der neuen Generation etwas schmaler gebaut, so dass im Durchgang mehr Platz bleibt. Gleichzeitig sind die Oberschränke mit 35 Zentimetern fast doppelt so tief wie in der Vorgängergeneration. Unter der Spüle gibt es mehrere Schubladen bis hinunter zum Boden, daneben einen kleinen Kleiderschrank, in dem man Jacken aufhängen kann.
Das Bad liegt gegenüber auf der Fahrerseite, zwischen der Sitzbank und den Betten im Heck. Toilette und Dusche teilen sich dort einen Raum. Die Duschtasse ist tief eingelassen und Kilian hatte mit seinen 1,78 Metern beim Stehen darin noch einige Zentimeter Luft über dem Kopf. Über der Toilette sitzt ein Klappwaschbecken. Ein kleines Fenster, ein Spiegelschrank und eine Ablage ergänzen das Bad. Ab Werk baut Forster eine Kassettentoilette von Thetford ein. Wer eine andere Toilette möchte, lässt sie beim Händler nachrüsten.
Die Kassette der Toilette nimmt man von außen auf der Fahrerseite durch eine Klappe heraus. Der Schacht dahinter ist rundum sauber mit Silikon abgedichtet. Geht beim Leeren einmal etwas daneben, bleibt die Flüssigkeit im Schacht und läuft nicht in den Unterbau des Fahrzeugs.
Im Heck liegen zwei quer eingebaute Betten übereinander, die nach Datenblatt 1,86 mal 1,45 Meter und 1,84 mal 1,33 Meter messen. Damit schlafen vier Personen im Heck, ohne dass abends die Sitzgruppe umgebaut werden muss. Auf der Fahrerseite gibt es im Bettbereich Oberschränke, deren Klappen man nach oben öffnet. Innen haben sie vorn eine kleine Kante, damit einem beim Öffnen nichts entgegenkommt, was sich unterwegs verschoben hat. Dazu kommt eine Lampe, die man per Berührung einschaltet.

Beim unteren Bett lassen sich die Mittelteile herausnehmen. Dann entsteht unter dem oberen Bett ein hoher Laderaum, in dem sich an Ösen zum Beispiel Fahrräder oder ein kleines Motorrad festzurren lassen. Wer zu zweit reist, schläft oben und nutzt den Bereich darunter als Garage.
Von hinten gesehen gibt es rechts und links am Heck je ein Fach für eine Gasflasche. Ins linke Fach passt eine 5-Kilogramm-Flasche, die dort direkt angeschlossen wird. Im rechten Fach lässt sich eine Reserveflasche sicher befestigen, die man bei Bedarf auf die linke Seite umsetzt. So geht auf längeren Reisen das Gas nicht unerwartet aus.
Der Forster Livin’ Up Pro FV 599 VBL kostet in der Grundausstattung 43.690 Euro. Dazu kommen 1.690 Euro für die Überführung und 490 Euro für Fahrzeugpapiere, Gasprüfung, TÜV-Abnahme und Vorfracht. Beide Posten sind Pflicht. Ganzjahresisolierung und Gasheizung sind schon im Grundpreis enthalten.
Das ausgestellte Fahrzeug kostet laut Preisschild inklusive der beiden Pflichtposten 52.570 Euro. Im Aufpreis gegenüber dem Grundpreis enthalten sind das Travel-Line-Paket für 1.990 Euro, der 140-PS-Motor für 2.500 Euro, die Lackierung Lanzarote Grey für 1.020 Euro und ein Radio von Pioneer mit DAB-Empfang für 1.190 Euro.
Zugelassen ist der Van auf 3,5 Tonnen und fahrbereit wiegt er nach Datenblatt rund 2,8 Tonnen, den Fahrer schon eingerechnet. Von den gut 700 Kilogramm Zuladung gehen noch drei Mitfahrer mit zusammen 225 Kilogramm ab. Bei vier Reisenden bleiben so rund 480 Kilogramm für Gepäck, Vorräte und Sonderausstattung.
Die Preise in diesem Artikel entsprechen dem Stand der CMT 2026. Für die Saison 2027 hat Forster die Pakete neu zusammengestellt. Das Travel-Line-Paket für den FV 599 VBL kostet dann 4.990 Euro und enthält auch den 140-PS-Motor. Lackierung, Markise und Alufelgen bündelt die neue Style Line für 2.990 Euro.
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