Dieses Fahrzeug haben wir in Zusammenarbeit mit Dethleffs vorgestellt.
Mit dem Globebus Performance 4×4 T16 bringt Dethleffs den ersten Teilintegrierten mit Allradantrieb auf 3,5 Tonnen. Damit darf ihn jeder fahren, der einen normalen Pkw-Führerschein hat. Florian Pietrzak, der das Produktmanagement von Dethleffs leitet, hat uns das Fahrzeug auf der CMT 2026 vorgestellt. Der Grundpreis liegt inzwischen bei 97.999 Euro. Das gezeigte Fahrzeug kostete auf der Messe rund 117.000 Euro.
Mit dem Globebus Performance 4×4 T46 hat Dethleffs sein erstes Wohnmobil mit Allradantrieb gebaut. Der T46 ist 6,85 Meter lang und mit 3.880 Kilogramm zugelassen, so dass man für ihn einen Führerschein der Klasse C1 braucht. Der T16 baut auf demselben Konzept auf, ist aber 60 Zentimeter kürzer und bleibt bei 3.500 Kilogramm. Dafür genügt der Pkw-Führerschein der Klasse B.
Die 60 Zentimeter stecken vor allem im Heck. Im T46 schläft man in Längsbetten, die nach Florians Worten mindestens 2 bis 2,20 Meter der Fahrzeuglänge beanspruchen. Im T16 liegt dort ein Querbett, das die Fahrzeugbreite von 2,20 Metern nutzt. Für Florian war damit klar: Wer den Überhang verkürzen und einen Allrad-Teilintegrierten mit 3,5 Tonnen bauen will, muss im Heck quer schlafen. Mit Längsbetten hätte Dethleffs an anderer Stelle Platz abgeben müssen, etwa beim Toilettenraum oder bei der Sitzgruppe. Sitzgruppe, Küche und Bad sind dafür genauso groß wie im T46.
Beim T46 ist eine Luftfederung der Hinterachse vorgeschrieben, weil sein Überhang das von Volkswagen erlaubte Maß um einige Prozent überschreitet. Beim kürzeren T16 gibt es sie nur noch als Option und das spart Gewicht. Aus demselben Grund ist der Rahmen im Heck nicht abgesenkt und die Markise gehört nicht mehr zur Serie. Die Markise allein wiegt laut Preisliste 36 Kilogramm.
Die Masse fahrbereit gibt Dethleffs mit 2.900 Kilogramm an, den Fahrer schon eingerechnet. Florian rechnet vor, was davon im Alltag übrig bleibt: Mit Beifahrer und rund 150 Kilogramm für Ausstattung wie Markise, Dachreling, Dachbox, Fernseher und Fahrräder kommt der T16 auf etwa 3.150 Kilogramm. Für Gepäck, Tisch und Stühle bleiben dann immer noch rund 350 Kilogramm.
Beim T46 hätte Dethleffs nach Florians Worten ebenfalls 3,5 Tonnen in die Papiere schreiben können. Mit einer Markise oder einer zweiten Batterie wäre dann aber kaum noch Zuladung übrig geblieben. Deshalb ist der T46 mit 3.880 Kilogramm zugelassen und beim T16 legt Dethleffs Wert darauf, dass die 3,5 Tonnen auch mit Ausstattung und Gepäck reichen.
Basis ist der VW Crafter 4Motion mit 2,0-Liter-Diesel, 120 kW (163 PS) und 8-Gang-Wandlerautomatik. Eine andere Motorisierung gibt es für den Crafter mit Allradantrieb nicht. Zur Serie gehören beim T16 außerdem eine Differenzialsperre, eine auf 2.100 Kilogramm verstärkte Vorderachse und eine Höherlegung an beiden Achsen. Dazu kommen 18-Zoll-Alufelgen in mattem Schwarz mit All-Terrain-Reifen von LoderTire, eine LED-Lightbar über dem Fahrerhaus und die Lackierung des Fahrerhauses in Indiumgrau.
Auch beim Basisfahrzeug ist vieles serienmäßig, etwa das große Infotainmentsystem mit 10-Zoll-Display, die Klimaanlage im Fahrerhaus, die Verkehrszeichenerkennung sowie die Berganfahr- und Bergabfahrhilfe. Navigiert wird in der Serie über das Handy per Apple CarPlay oder Android Auto. Ein eingebautes Navigationssystem gibt es im Chassis-Paket und den Abstandstempomaten im Assistenz-Paket Advanced. Weil Dethleffs die Fahrgestelle lange im Voraus bei Volkswagen bestellen muss, fasst der Hersteller die Optionen in Paketen zusammen.
Was der Allradantrieb kann, hat Dethleffs im März 2025 mit dem Performance 4×4 T46 in einer Kiesgrube ausprobiert. Das Team fuhr steile Steigungen hinauf und hinunter und durch Verwindungsstrecken, bei denen auch mal ein Rad in der Luft hing. Besonders beeindruckt hat Florian dabei die Bergabfahrhilfe. Mitten im Gefälle nimmt man den Fuß von der Bremse und das Fahrzeug fährt den Hang langsam von selbst hinunter, während man sich ganz aufs Lenken konzentriert.
Der Aufbau hat die Testfahrten ohne Schäden überstanden. Die Erfahrungen sind trotzdem in die Serie eingeflossen, zum Beispiel in eine stabilere Rollotür am Bad.
Florian ordnet den Globebus Performance 4×4 selbst als Fahrzeug für „Schlechtwege plus“ ein. Gedacht ist er für Momente wie auf Sardinien, wenn ein Schotterweg hinunter zu einer Bucht führt und man dort einen Kaffee trinken oder übernachten möchte. Der kürzere Überhang des T16 ist dabei ein Vorteil, weil er die Geländegängigkeit verbessert. Wer im Heck noch mehr Bodenfreiheit möchte, bestellt die Luftfederung für die Hinterachse dazu.
Den Frontbügel des Messefahrzeugs gab es auf der CMT noch ab Werk. Seit Sommer 2026 gilt auch für Reisemobile die EU-Sicherheitsvorschrift GSR2 mit strengeren Regeln zum Fußgängerschutz. Deshalb bekommt man den Bügel jetzt beim Händler, der ihn mit eigener Typgenehmigung nachträglich anbaut.
Den Aufbau fertigt Dethleffs nach seiner Lifetime-Smart-Technik. Der 48 Millimeter starke Boden kommt ohne Holz aus und ist von unten mit GFK verkleidet. Das schützt ihn vor Feuchtigkeit und Steinschlag, was gerade auf Schotterwegen zählt. Auch Dach und Wände sind außen aus GFK. Die Seitenwände sind 34 Millimeter stark und das Dach 35 Millimeter. Isoliert wird serienmäßig mit EPS.
Auf der Innenseite der Wände setzt Dethleffs eine dünne Lage Sperrholz ein. Das Holz nimmt die Feuchtigkeit auf, die man zum Beispiel beim Schlafen abgibt, und gibt sie wieder ab, wenn die Luft trockener wird. Mit GFK auf der Innenseite wäre dieser Austausch nicht möglich.
Bei vielen Teilintegrierten sitzt der Aufbau auf einem Tiefrahmen. Dann gibt es oft eine Stufe zum Fahrerhaus oder ein Podest unter der Sitzgruppe. Der T16 steht auf einem Hochrahmen, weil der Allradantrieb Platz für die Kardanwelle braucht und das Fahrzeug Bodenfreiheit haben soll. Der Boden des Aufbaus liegt direkt auf dem Fahrgestell und ist deshalb vom Wohnraum bis ins Fahrerhaus eben.
Geheizt wird mit einer 6-kW-Dieselheizung von Truma, die auch das Warmwasser bereitet und unter den Sitzen der Sitzgruppe eingebaut ist. Die Warmluft strömt aus Auslässen unterhalb der Fenster und steigt hinter den Wandverkleidungen nach oben, so dass sich an den Seitenwänden keine Feuchtigkeit bildet. Auch die Dachschränke sind hinterlüftet.
Wer oft im Winter unterwegs ist, bestellt das Winterkomfort-Paket für 2.699 Euro. Das Paket bringt eine XPS-Isolierung, einen elektrischen Heizstab für die Heizung und eine elektrische Beheizung für den Abwassertank und seine Leitungen. Serienmäßig ist der Abwassertank isoliert. Der Frischwassertank sitzt ohnehin im beheizten Innenraum.
Unter dem Querbett liegt die Heckgarage mit einer Tür auf jeder Seite. Beide Türen sind 50 Zentimeter breit und 85 Zentimeter hoch. Die Garage ist beheizt und beleuchtet, hat eine 230-Volt-Steckdose und Zurrleisten. Ihr Boden ist für 150 Kilogramm ausgelegt. Weil der Rahmen im Heck nicht wie sonst üblich um 140 bis 150 Millimeter abgesenkt ist, liegt die Ladekante etwas höher. Im Gegenzug bleibt mehr Bodenfreiheit im Heck.
Zwei Fahrräder passen hinein, wenn man das Vorderrad abnimmt. Auf der Fahrerseite hat Dethleffs der Garage zusätzlichen Stauraum abgerungen und dafür in der Entwicklung um jeden Millimeter gekämpft. Dort finden zum Beispiel Campingstühle und ein Tisch Platz, wenn die Fahrräder schon geladen sind.

Serienmäßig hat der T16 eine Kassettentoilette, deren Kassette man von außen durch eine Klappe herausnimmt. Auf Wunsch baut Dethleffs ab Werk eine Clesana-Toilette ein, die den Inhalt in Folienbeutel verschweißt. Die Beutel nimmt man dann im Bad heraus. Die Klappe in der Außenwand bleibt trotzdem und dahinter entsteht ein kleines Staufach, in dem zum Beispiel Kabeltrommel und Stromkabel griffbereit liegen.
In einem kleinen Gasfach in der Seitenwand ist Platz für eine Gasflasche mit 2,75 Kilogramm Füllung. Die Flasche versorgt nur den Zweiflammkocher. Die Heizung läuft mit Diesel und der Kompressorkühlschrank mit Strom. Elektrisch zu kochen würde sehr viel Strom aus der Batterie ziehen. Selbst mit zwei Lithiumbatterien wäre es nach Florians Worten schwierig, auf diese Weise mehrere Tage frei zu stehen. Die kleine Gasflasche reicht dagegen allein für den Kocher eine ganze Weile.
Unter der Sitzbank sitzt serienmäßig eine Lithiumbatterie mit 150 Amperestunden, die während der Fahrt über einen Ladebooster mit 45 Ampere geladen wird. Eine zweite Batterie gleicher Größe gibt es als Option, dann stehen 300 Amperestunden zur Verfügung. Der Frischwassertank fasst 115 Liter und der Abwassertank 90 Liter. Dachreling und Heckleiter sind Optionen. Auf die Querstreben lassen sich normale Dachboxen aus dem Zubehör montieren.
In den Wohnraum gelangt man über eine elektrische Trittstufe und die 70 Zentimeter breite Aufbautür, die Dethleffs in der Regel in alle Fahrzeuge einbaut. Vorn bilden die drehbaren Fahrerhaussitze mit der Sitzbank die Sitzgruppe. Der Tisch hat ein Schwenkteil, so dass man auch auf dem Beifahrersitz direkt am Tisch sitzt.
Ausgelegt ist der T16 für zwei Personen. Wer mit Kindern oder Enkeln reist, bestellt eine Gurtbank mit zwei Dreipunktgurten und Isofix-Halterungen dazu. Auf Wunsch lässt sich die Sitzgruppe außerdem zu einem Notbett mit 163 x 94 Zentimetern umbauen, das Florian nur für Kinder empfiehlt.
Zwischen Sitzgruppe und Schlafzimmer liegen auf der einen Seite die Küche und auf der anderen das Bad. Die Küche hat einen Zweiflammkocher, eine Spüle und drei große Schubladen. Für mehr Arbeitsfläche klappt man am Ende der Arbeitsplatte mit einer Hand eine stabile Verlängerung herunter. Daneben ist der Kompressorkühlschrank mit 83 Litern und einem 10-Liter-Gefrierfach halbhoch eingebaut. So bleibt der Blick bis ins Schlafzimmer frei und auf der Fläche darüber ist Platz für eine Kaffeemaschine.
Am Touchdisplay von Dethleffs connect liest man Füllstände ab und steuert die Heizung. Dasselbe geht per App, die sich über Bluetooth oder das Mobilfunknetz mit dem Fahrzeug verbindet. So lässt sich die Heizung schon auf dem Rückweg von einem Ausflug einschalten. Statt einer Sat-Anlage bietet Dethleffs einen 32-Zoll-Smart-TV mit 5G-WLAN-Router an. Eine Klimaanlage für den Wohnraum gibt es ab Werk nicht. Florian würde sie beim Händler an der Stelle des Dachlüfters über der Küche nachrüsten lassen. Weil eine Dachklimaanlage viel Platz auf dem Dach braucht, passt dann allerdings keine Dachreling mehr.
Das Bad hat dieselben Maße wie im T46 und ist ein sogenanntes Schwenkbad. Zum Duschen schwenkt man eine Wand des Raums um und aus dem Bad mit Toilette und Waschbecken wird eine rundum mit Kunststoff verkleidete Duschkabine mit eigener Armatur. Florian nennt sie für ein Reisemobil dieser Klasse normal groß und geräumig. Die Stehhöhe liegt im ganzen Fahrzeug bei 1,90 Metern. Die neue Rollotür am Bad bringt zwei Vorteile: Sie ist stabiler als die frühere Tür und die Clesana-Toilette lässt sich drehen, ohne an die Tür zu stoßen.
Im Heck liegt das hochgesetzte Querbett mit 198 x 142 Zentimetern. An der Seite, an der das Bad angrenzt, verjüngt es sich auf 130 Zentimeter. Dort liegen die Füße, während der Oberkörper die volle Breite hat. Zwischen Matratze und Dachschrank bleiben 65 Zentimeter. Diesen Abstand hat Dethleffs in mehreren Tests ermittelt, bei denen Florian selbst Probe gelegen hat. 50 Zentimeter waren dabei klar zu wenig, um sich im Liegen frei zu bewegen, ohne mit dem Kopf anzustoßen. Die Unterkante des Dachschranks hat außerdem ein rundes Profil, so dass es dort keine scharfe Kante gibt.
Vom Gang aus erreicht man unter dem Bett einen beleuchteten Kleiderschrank mit Kleiderstange. An der Heckwand gibt es eine offene Ablage mit Gummibändern für Bücher und Kleinigkeiten, die man schnell greifen will. Fenster auf beiden Seiten und eine Dachhaube sorgen für frische Luft.
Auf der CMT 2026 lag der Grundpreis des Globebus Performance 4×4 T16 bei knapp 95.000 Euro. Inzwischen nennt Dethleffs in Preisliste und Website 97.999 Euro. Darin steckt die komplette Allrad-Ausstattung mit Differenzialsperre, Höherlegung, AT-Reifen und Lightbar. Auch die Lithiumbatterie, der isolierte Abwassertank und die Dieselheizung sind immer an Bord. Das ausgestellte Fahrzeug kostete auf der Messe rund 117.000 Euro und hatte unter anderem Markise, Dachreling und das Assistenz-Paket mit Abstandstempomat.
Die wichtigsten Optionen fasst Dethleffs in Paketen zusammen. Das Chassis-Paket mit Navigationssystem und LED-Scheinwerfern kostet 3.499 Euro und das Assistenz-Paket Advanced 1.499 Euro. Für das Family-Paket mit indirekter Beleuchtung und Verdunklung im Fahrerhaus werden 1.999 Euro fällig.
Den längeren T46 mit Längsbetten und 3.880 Kilogramm bietet Dethleffs ab 105.999 Euro an. Der T16 ist damit in der Baureihe das Modell für alle, die ein Allrad-Wohnmobil mit dem Pkw-Führerschein fahren wollen.
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