Dieses Fahrzeug haben wir in Zusammenarbeit mit Challenger vorgestellt.
Der Challenger 317 Cosy Edition ist ein 7,39 Meter langer Teilintegrierter mit Längsbetten und Raumbad, bei dem fast alles serienmäßig an Bord ist. Ab Werk ist das Hubbett die einzige Option. Vertriebsleiter Karsten Straeter hat uns das Fahrzeug auf der CMT 2026 vorgestellt. Der Grundpreis liegt bei 76.890 Euro. Das gezeigte Fahrzeug kostet laut Preisschild 78.695 Euro.
Wer ein Wohnmobil bestellt, sitzt meist lange über der Aufpreisliste. Bei der Cosy Edition des Challenger 317 fällt das weg, weil Challenger für das Frühlingsmodell die Ausstattungspakete zusammengefasst hat, die es sonst einzeln gibt. Cosy heißt auf Deutsch gemütlich und genau darum geht es bei diesem Modell. Nach den Worten von Karsten Straeter, der den Challenger-Vertrieb in Deutschland leitet, passt der Name zu keinem anderen Challenger so gut wie zum 317.
Basis ist ein Ford Transit mit 2,0-Liter-Diesel, 121 kW (165 PS) und 8-Gang-Automatik. Zur Serienausstattung des Fahrgestells gehören LED-Scheinwerfer, schwarze Alufelgen und das Fahrerhaus in der Farbe Mondgrau. Auch das sogenannte Heavy-Chassis ist immer an Bord und erlaubt eine technisch zulässige Gesamtmasse von 4.100 Kilogramm. Bei einer Masse fahrbereit von rund 3.220 Kilogramm bleiben damit rechnerisch etwa 880 Kilogramm für Passagiere, Gepäck und Wasser. Wer den 317 fahren möchte, braucht wegen der 4.100 Kilogramm einen Führerschein der Klasse C1 oder den alten Führerschein der Klasse 3, mit dem man Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen fahren darf. Der heutige Pkw-Führerschein der Klasse B gilt nur bis 3,5 Tonnen.
Der Wohnraum gibt außerdem einen Ausblick auf die kommenden Jahre. Mit seinen dunkleren Tönen im Kontrast zum warmen Holzdekor zeigt er nach Karstens Angabe die Richtung, in die Challenger die Einrichtung seiner Teilintegrierten ab dem Modelljahr 2027 weiterentwickelt. Außen bleiben Klappen und Aufteilung dagegen, wie Challenger-Kunden sie kennen.
Am Heck weist ein Aufkleber mit der Aufschrift „All Season Insulation Grade 3“ auf die Winterfestigkeit des 317 hin. Grade 3 ist eine Stufe der europäischen Norm EN 1646-1. Diese Stufe erreicht ein Fahrzeug nur, wenn sich sein Innenraum in einer Kältekammer bei minus 15 Grad Außentemperatur innerhalb von vier Stunden auf 20 Grad aufheizen lässt.
Dahinter steckt ein Sandwichaufbau mit XPS-Schaum in Wänden, Dach und Boden. Während die Wände rund 4 Zentimeter stark sind, kommen Dach und Boden auf etwa 6 Zentimeter. Außen ist der Aufbau rundum mit GFK beplankt, auch am Unterboden und auf dem Dach. Das schützt ihn nach Karstens Angabe gut vor Hagelschäden und wirkt sich günstig auf die Versicherungseinstufung aus. Die Dämmung hilft auch im Sommer, wenn die Sonne den ganzen Tag auf das Dach scheint und das Raumklima trotzdem angenehm bleiben soll.
Geheizt wird mit einer Truma Combi D 6 E. Die Heizung bezieht ihren Diesel aus dem Fahrzeugtank, leistet 6.000 Watt und erwärmt in einem 10-Liter-Boiler zugleich das Wasser. Am Landstrom lässt sie sich zusätzlich elektrisch betreiben. Serienmäßig ist außerdem das Arctic-Paket mit beheiztem Abwassertank und einer Fußbodenerwärmung im Bereich der Sitzgruppe. Dazu liegt eine Thermomatte bei, die von außen vor das Fahrerhaus kommt. Für das Fahrerhaus hat Karsten noch einen Tipp: Wer im Winter die Lüftungsdüsen schließt, hält die Wärme drinnen und bekommt vorne keine kalten Füße.
An der Außenwand sitzt die Technikbox, ein Fach hinter einer Klappe mit zwei Druckknöpfen. Dort sind Sicherungskasten und FI-Schutzschalter gut zugänglich und der Landstromanschluss liegt gleich daneben. Wer eine Sicherung tauschen muss, braucht sich also nicht unter einen Sitz zu legen. In der Technikbox liegt auch die Einfüllöffnung für den 105-Liter-Frischwassertank. Sie öffnet sich mit einem Handgriff und lässt sich auch bequem mit Gießkannen befüllen. Das ist vor allem im Winter praktisch, weil das Befüllen mit dem Schlauch nach Karstens Erfahrung bei minus 10 Grad schwierig werden kann. Über eine große Revisionsklappe lässt sich der Tank außerdem von außen gründlich reinigen, was Karsten einmal im Jahr empfiehlt.
Wer den 317 für die Fahrt leichter machen möchte, nutzt die sogenannte Fahrstellung. Über einen Ablasshahn senkt man den Wasserstand vor der Abfahrt, bis noch rund 10 Liter im Tank sind. Das reicht für Toilette, Kaffee und Händewaschen bei einer Pause und am Ziel füllt man den Tank wieder auf. Wer den vollen Vorrat lieber dabeihat, lässt ihn einfach voll.
Gas braucht der 317 nur zum Kochen, weil die Heizung mit Diesel läuft und der Kühlschrank mit einem Kompressor arbeitet. Eine 11-Kilogramm-Flasche reicht deshalb sehr lange. Auf der Beifahrerseite liegt ein Außengasanschluss, zum Beispiel für den Grill neben dem Campingtisch. Auf der Fahrerseite gibt es einen Wasseranschluss für eine Außendusche.
Die Heckgarage unter den Betten hat zwei Klappen. Die Hauptklappe auf der Beifahrerseite öffnet 1,14 Meter hoch, so dass auch größere Fahrräder und Mountainbikes mit breitem Lenker hineinpassen. Eine zweite Klappe sitzt auf der Fahrerseite. Zurrösen, Beleuchtung und ein rutschfester, abwaschbarer Boden sind serienmäßig. Weil ein Auslass der Heizung in die Garage führt, ist auch sie beheizt. An einer Steckdose lassen sich E-Bikes direkt in der Garage laden.
Wer die Räder lieber außen transportiert, findet am Heck Halterungen von Fiamma für aktuelle Fahrrad- und E-Bike-Träger. Die serienmäßige Rückfahrkamera zeigt beim Einparken auch dann, was hinter dem Fahrzeug ist, wenn der Träger beladen ist. Oben im Heck ist die dritte Bremsleuchte senkrecht eingelassen.
Hinter dem Fahrerhaus liegt die Face-to-Face-Sitzgruppe mit zwei gegenüberliegenden Bänken. Die Fahrerhaussitze lassen sich mitnutzen und haben dieselbe Sitzhöhe wie die Bänke, so dass alle auf Augenhöhe sitzen. Der Tisch lässt sich mit einem Griff zusammenklappen und wegschieben. Dann bleibt zwischen den Bänken ein breiter Durchgang und man kommt bequem zu den Fahrerhaussitzen. Die beiden Plätze in Fahrtrichtung haben Isofix-Halterungen, an denen sich Kindersitze sicher befestigen lassen, wenn Kinder oder Enkel mitreisen.
Ohne Hubbett beträgt die Stehhöhe 2,11 Meter, was auch sehr großen Menschen viel Luft über dem Kopf lässt. Das optionale Hubbett hängt über der Sitzgruppe und darunter bleiben nach Karstens Angabe noch rund 1,95 Meter. Das Hubbett ist 140 Zentimeter breit und 190 Zentimeter lang und lohnt sich laut Karsten für alle, die oft zu viert reisen. Die Oberschränke an den Seiten bleiben dann erhalten und fallen unter dem Hubbett nur etwas kleiner aus. Ohne Hubbett lässt sich die Sitzgruppe mit Zusatzpolstern, die in der Heckgarage liegen, zu einem Bett umbauen. Das Bett reicht nach Karstens Einschätzung für zwei Kinder.
Der Boden in Betonoptik federt beim Gehen angenehm, ähnlich wie Linoleum. Im Bereich der Sitzgruppe liegt darunter die Fußbodenerwärmung, so dass man auch im Winter auf Socken laufen kann. Über der Sitzgruppe sitzt ein großes Dachfenster, das sich trotz seiner Größe öffnen lässt und Fliegengitter und Verdunklung hat. An den Sitzplätzen gibt es USB-A- und USB-C-Anschlüsse, damit Mitfahrer während der Fahrt Handy oder Tablet laden können.
Die Küche hat einen Zwei-Flammen-Gasherd und ein Spülbecken mit einer Abdeckplatte, die auch als Schneidebrett dient. Mehr Arbeitsfläche bringt eine seitliche Ablage, die ein Bügel sicher in Position hält. Die Schubladen darunter sind so hoch, dass auch große Literflaschen aufrecht hineinpassen. Unter der Besteckschublade liegt ein Schrank mit einer Halterung, in die man den Müllbeutel einhängt. Der große Kompressorkühlschrank mit Gefrierfach kommt ohne Gas aus und braucht deshalb keine Lüftungsgitter in der Außenwand.
Die Möbel fertigt eine eigene Werkstatt des Trigano-Konzerns, zu dem Challenger gehört. Innerhalb des Konzerns tauschen die Marken nach Karstens Angabe Wissen aus, etwa bei der Gewichtsreduzierung. Schränke und Klappen schließen mit Soft-Close und Gummidichtungen, damit während der Fahrt nichts klappert.
Strom liefert eine Lithiumbatterie mit 100 Amperestunden, die von 140 Watt Solar auf dem Dach geladen wird. Wer besonders lange autark stehen möchte, kann die Solaranlage über den Händler erweitern lassen. Auch einen Wechselrichter lässt man auf Wunsch beim Händler einbauen.
Zwischen Wohnraum und Schlafzimmer liegt das Bad, aufgeteilt auf beide Seiten des Gangs. Auf der einen Seite steht die Duschkabine und gegenüber liegt ein Waschraum mit Toilette, Waschbecken und eigener Tür. So können zwei Personen das Bad gleichzeitig nutzen, zum Beispiel beim Duschen und beim Zähneputzen. Wer mehr Platz möchte, schließt die Tür zum Wohnraum und die Schiebetür zum Schlafzimmer und hat dann ein großes Raumbad über die ganze Breite des Fahrzeugs. Nachts lässt sich die Schiebetür auch allein schließen, damit niemand im Schlafzimmer geweckt wird, wenn jemand zur Toilette geht.
Die Dusche bietet auch großen Menschen viel Platz, hat Ablagen für Duschgel und Shampoo und ist mit einer indirekten Beleuchtung ausgestattet. Zwei Abläufe sorgen dafür, dass das Wasser auch dann direkt in den Abwassertank abfließt, wenn das Fahrzeug nicht ganz gerade steht. Die Duschtüren halten mit kräftigen Magneten und lassen sich verriegeln, damit das Wasser in der Dusche bleibt. Karsten ist selbst Wintercamper und Skifahrer und schätzt deshalb die Kleiderstange in der Dusche, an der nasse Jacken abtropfen können. Hängt dort schon Kleidung, lässt sich die Duschtür für die Fahrt auch von außen verriegeln. Eine Dachluke über der Dusche lässt den Dampf abziehen.
Im Waschraum stehen eine Kassettentoilette von Thetford und ein großes Waschbecken mit Schränken, deren Fächer besonders tief sind. Die durchgehende Spiegelfront geht nach Karstens Angabe auf einen Wunsch der Kunden zurück. Wer lieber eine andere Toilette möchte, etwa eine Clesana, die den Inhalt in Folienbeutel verschweißt, lässt sie über den Händler einbauen.

Im Heck liegen über der Garage zwei Längsbetten mit 199 und 196 Zentimetern Länge und 90 Zentimetern Breite. Hinauf führen zwei Stufen und auf den Betten liegen serienmäßig Komfortmatratzen. Für eine große Liegefläche klappt man zwischen den Betten ein Element nach vorn und legt das Mittelpolster darauf. Die Liegefläche ist dann nach Karstens Angabe annähernd 2 Meter breit.
Ein Bett über der Garage ist immer ein Kompromiss zwischen Garagenhöhe und Platz im Schlafzimmer. Beim 317 bleibt über den Betten so viel Höhe, dass man aufrecht sitzen kann, nach Karstens Einschätzung auch mit 1,90 bis 1,95 Metern Körpergröße. Unter dem vorderen Teil der Betten liegen tiefe Schränke mit Kleiderstangen. Man erreicht sie bequem von oben, indem man diesen Teil der Matratze hochklappt. Darüber gibt es Oberschränke, Wäscheschränke und Heckschränke. An der Stirnwand ist eine Vorverkabelung für einen Fernseher vorhanden. Einen weiteren Platz dafür gibt es im Wohnraum. An beiden Betten gibt es USB-A- und USB-C-Anschlüsse und Ablagetaschen fürs Handy.
Der Challenger 317 Cosy Edition basiert auf der Graphite Edition, die laut Preisschild 69.990 Euro kostet. Für die Cosy Edition kommen 6.900 Euro dazu, so dass sie bei 76.890 Euro liegt. Dafür ist der 317 ab Werk fast komplett ausgestattet, weil Challenger mehrere Ausstattungspakete zusammengefasst hat, die es sonst einzeln gibt. Zur Cosy Edition gehören unter anderem die Lithiumbatterie mit Solaranlage, das Arctic-Paket mit Fußbodenerwärmung, die schwarzen Alufelgen und das Fahrerhaus in Mondgrau. Einzeln bestellt wären diese Pakete nach Angabe von Challenger 9.600 Euro teurer als der Aufpreis für die Cosy Edition. Mit der Pauschale von 1.805 Euro für die Fracht zum Händler und die Zulassungsdokumente kostet das gezeigte Fahrzeug 78.695 Euro.
Damit ist die gesamte gezeigte Ausstattung an Bord. Die einzige Option ab Werk ist das Hubbett, das nach Karstens Angabe 1.300 Euro kostet. Wünsche wie mehr Solarleistung, einen Wechselrichter oder eine andere Toilette erfüllen die Händler. Die Cosy Edition ist ein Sondermodell, das Challenger auf der CMT 2026 als Frühlingsmodell vorgestellt hat.
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